Zeitplan Wien – Monaco, Juni – Oktober 2016

Erfreulicherweise haben schon einige Freunde angekündigt, ein paar Tage mit mir mitzukommen. Manche denken sogar im Ausmaß einer Urlaubswoche darüber nach (was ab Südtirol auch sinnvoll ist, damit sich die Anreise auch lohnt). Wie beispielsweise Günther, der noch zwischen einer Dolomitenüberschreitung und der Ortlergruppe schwankt. Oder mein junggebliebener Uraltfreund Andi, der große Sehnsucht nach der Texelgruppe bekundet hat. Oder Ro[si/man] – die beiden sind sich zwar noch nicht sicher, wo genau sie mit von der Partie sind, doch dass sie mitkommen, ist – kann man glaub‘ ich sagen – fix.

Um die Urlaubsplanung ein wenig einfacher zu machen, habe ich die Tour nun in fünf Abschnitte gegliedert, die wiederum aus mehreren Wochenblöcken bestehen. Es existiert sogar eine noch genauere Planung, doch da ich überzeugt davon bin, dass spätestens nach drei Tagen irgendetwas Kurioses passieren wird, das den gesamten Plan (wenn schon nicht über den Haufen wirft, dann zumindest in seiner Akkuranz) gefährdet, werde ich die genaue Etappenliste ab nun auch nicht mehr warten. Sie diente der Planung und der Einschätzung der Etappenlängen. Ob es dann wirklich so kommt, muss ich vorab gar nicht so genau wissen.

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1. Abschnitt (Wien – Osttirol)

Der Weg von Wien führt über den Semmering in die Fischbacher Alpen und weiter durch das Grazer Bergland zur Koralpe. Entlang der österreichischen Südgrenze geht es zu den Steiner Alpen im Norden Sloweniens. Entlang des Karawankenzuges wird der Triglav Nationalpark erreicht und durchquert. Über Tarvis komme ich zum Karnischen Hauptkamm, dem ich bis zu den Sextener Dolomiten folge.

Die ersten 200 Kilometer zwischen Wien und Graz dienen als Vorlaufzeit, um die Ausrüstung auszuprobieren – und sind ein letzter verzweifelter Versuch, das Verhältnis zwischen Körper- und Rucksackgewicht zu optimieren, wenn Ihr versteht, was ich meine. Jeder ist eingeladen, nach Lust und Laune mitzukommen. Das ist ja hier im Osten dank der Südbahn watsch’neinfach.

April – Mitte Juni: Wien – Graz
KW 24 (13. Juni): Graz – Bleiburg
KW 25 (20. Juni): Bleiburg – Steiner Alpen – Klagenfurter Hütte
KW 26 (27. Juni): Klagenfurter Hütte – Nassfeld
KW 27 (04. Juli): Nassfeld – Sexten

 

2. Abschnitt (Quer durch Südtirol)

Von Sexten möchte ich mir die sicherlich stark besuchten, dennoch für mich sehr reizvollen Bergprominenzen der zentralen Dolomiten ansehen, und daher vorbei an den Drei Zinnen nach Cortina d’Ampezzo gehen. Über den Sellastock komme ich dann zu Schlern und Seiser Alm. Aus heutiger Sicht habe ich keine Lust auf Bozener Asphaltgewusel, und werde daher den besten Weg in die Sarntaler Alpen suchen (vermutlich über Völs oder Kastelruth). Über das Rittner Horn komme ich dann schon irgendwie nach Meran, von wo aus ich durchs Vinschgau in den Parco Nazionale dello Stelvio, also zum Stilfser Joch weiterziehe.

KW 28 (11. Juli): Sexten – Völs am Schlern
KW 29 (18. Juli): Völs – Vinschgau
KW 30 (25. Juli): Vinschgau – Rif. Shiazzera

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3. Abschnitt (Sondrio – Graubünden – Tessin)

Auf diesem Abschnitt geht es einmal links, einmal rechts der italienisch-schweizerischen Grenze durch die Gebirge nördlich der oberitalienischen Seen (Garda, Como), die ich jedoch vermutlich nicht sehen werde. Die Gebirgswege – in meinem Fall folge ich vorrangig der Via Alpina Rot – verlaufen durch Livigno-, Bernina- und Bergellgruppe, wo man auch ohne Schwimmflossen ganz gut vom Fleck kommt. Am Lago Maggiore komme ich zu meinem großen Zwischenziel auf der gesamten Tour, denn hier ist ungefähr die Hälfte des Weges gemeistert – und mein Buch fertig recherchiert. Wie es der Zufall so will, komme ich hier auch in die Region der Piomontinischen Weinbauern, und betrete den GTA – einen ganz speziellen Weitwanderweg, dem ich hier sicher noch ein paar Zeilen widmen werde.

KW 31 (01. August): Rif. Shiazzera – Juf
KW 32 (08. August): Juf – Lago Maggiore
KW 33 (15. August): Lago Maggiore – Rimella

 

4. Abschnitt (Piemont – Gran Paradiso)

Eines vorweg: Wer am GTA mitkommen will, muss ein wenig flexibler sein als anderswo, denn die Wegführung vermeidet touristische Anlaufpunkte wie der Teufel das Weihwasser. Aber es ist auch nicht unmöglich – dennoch aus heutiger Sicht ein Blödsinn, sich Monate vorher eine genaue Hütte als Treffpunkt auszumachen.

KW 34 (22. August): Rimella – SSan Giovanni
KW 35 (29. August): SSan Giovanni – Ronco Cavanese
KW 36 (05. September): Ronco Cavanese – Cornetti
KW 37 (12. September): Cornetti – Alpe Toglie
KW 38 (19. September): Alpe Toglie – Pian Melze
KW 39 (26. September): Pian Melze – Larche

 

5. Abschnitt (Frankreich – Monaco)

Auf den letzten Tagen bin ich bereits ausgebucht 🙂

KW 40 (02. Oktober): Larche – St. Martin
KW 41 (09. Oktober): St. Martin – Monaco