Qu-AAT-tro

Skitouren Dezember/Jänner 20/21

18. Dezember 2020 Kommentare (5) 02 Zentralalpenweg, Österreich, Tourtagebuch, Weitwandern, Winter

Da capo! Zu Fuß durch Österreich

Eine Bilderreise entlang des Zentralalpenweges 02, aus Anlass meiner (im Herbst abgeschlossenen) zweiten Gesamtbegehung. Da – wie in der Filmbranche üblich – einzelne Szenen ein wenig von der ganzen Wahrheit abrücken, folgt hier eine schonungslose Darlegung der tatsächlichen Geschehnisse.

Im Unterschied zur ersten Begehung hielt ich diesmal nicht allzu buchstäblich an der Weitwanderliteratur fest, sondern folgte auf Tages-, Rund- oder Mehrtagestouren mehr oder weniger genau der vorgegebenen Strecke. Auch wechselte ich abschnittsweise zwischen den einzelnen Varianten des Zentralalpenweges. So auch beispielsweise heuer im Juli, als ich antrat, um eine alte Rechnung mit der Schmittenhöhe zu begleichen, wo ich in jungen Jahren mal – pfui! – mit der Bahn hinauf(!)gefahren bin.

Nach dem heurigen Bußgang habe ich – nach einer Nacht im Pinzgauer Haus – den 9stündigen Pinzgauer Höhenweg drangehängt. Und diesen dann gegen die Venedigerscharte eingetauscht, wo mir die Gletscherquerung alleine zu gewagt erschien.

Die ganze Improvisiererei hatte natürlich einen sattsam bekannten Grund, der mich heuer danach trachten ließ, den Matratzenlagern aus dem Weg zu gehen. So startete ich in Tirol fast ausschließlich von einem Quartier im Tal aus, wodurch sich die Weglänge immer wieder mal verdoppelte. Gut in Erinnerung blieb beispielsweise die Durchquerung des Ötztales: Zweitägiges Basislager in Umhausen/Ötztal (1031 m) – mit einem Aufstieg zum Gleirschjöchl (2751 m) …

… und und tags drauf ein von Gewittern begleiteter Aufstieg zur Erlanger Hütte (2541 m). An beiden Tagen hätte es die Möglichkeit gegeben, mit einem Wandertaxi weit hinauf, und auch wieder runterzukommen. Aber nixda, es ging auch zu Fuß wieder runter – immerhin benötigte ich für den Abend beim Wirt’n im Zentrum von Umhausen ein gut gefülltes Kalorienguthaben.

Manchmal ging’s nicht ohne Hütte, wie beispielsweise am Rätikon-Höhenweg. Da kommt man um die Lindauer Hütte nicht sinnvoll drumherum, doch die Weitwandergötter bescherten mir dort ein Einzelzimmer – alles gut! Auch dort wäre mit der Lünerseebahn alles einfacher gewesen, doch dann hätte ich das schöne Rellstal nicht kennengelernt, das ich von Schruns-Tschagguns aus in Angriff nehmen konnte.

Einfacher war’s im Osten. Viele der Etappen zwischen Burgenland und Heiligenblut absolvierte ich außerhalb der typischen Wandersaison.

So konnte ich den Abschnitt von Hainburg bis zur steirischen Landesgrenze bereits im Herbst/Winter 2018 abschließen. Vom Wetterkogelhaus …

… sah ich dann halt kurz vor Beginn der Schisaison nur den Winterraum, doch der nette Wirt auf der Stoa Alm (Steinerne Stiege) versorgte mich später (nach einem sehr anstrengenden Abstieg mit Schneeschuhen durch Wald & hüfthohen Schnee) mit zwei Flaschen Grundnahrungsmittel, bevor es über insgesamt 25 km mit der Stirnlampe zurück zum Auto nach Mariensee ging.

Den “fehlenden” Teil dieser Etappe am Zentralalpenweg bildete dann ein Tag am Niederösterreichischen Landesrundwanderweg, wo ich mich mit dem Bus nach Mönichkirchen bringen ließ, um von dort aus zurück zum Auto in Krumbach zu wandern. So ähnlich verband ich dann quer durch Niederösterereich zahlreiche regionale Wege, bis ich am Ende sagen konnte, dass ich lückenlos von Hainburg bis in zur steirischen Landesgrenze kam, die (und hier endet der Spannungsbogen) durch den Winterraum des Wetterkoglerhauses verläuft … 🙂

Doch genug geplappert – nun zum Video …

Der Konsistenz halber habe ich im folgenden “Tagebuch” auf Bilder verzichtet, die den Zentralalpenweg nicht in seiner typischen Gestalt während der Wandersaison zeigen. Da ich ja eh überall nun schon zumindest zwei-, oft aber auch mehrmals war, ist das Fotoarchiv gut gefüllt. Gerne liefere ich aber Infos zu Bedingungen oder bei Bedarf GPX Tracks nach, wenn jemand einzelne Abschnitte ebenfalls im Winter oder in kleineren Häppchen absolvieren möchte (oder halt muß wie derzeit …).

Viel Spaß mit den Bildern … (die Bildqualität erlaubt Vollbildmodus …):

5 Responses to Da capo! Zu Fuß durch Österreich

  1. K2 sagt:

    Hallo Meister und ein gutes Neues Jahr auch an dieser Stelle.

    Das Video ist ja bereits bekannt, aber vielen Dank nun auch für das “Drumherum” und die ergänzenden Fotos/Berichte.

    Nur ein Hinweis zum Fake bei 00:01 wäre evtl. noch angebracht !? ;-b

    Verschneite Grüße
    K2.

  2. Andreas sagt:

    Auch von mir ein gutes Neues und interessante Touren im kommenden Jahr.
    Kann mich noch gut an den Abschluss deiner Reise unter den kühlenden Kastanien im Gasthof Gütle in Dornbirn und den Absacker im GH Engel erinnern. Hört sich aus heutiger Sicht wie ein Bericht aus grauer Vorzeit an 😉

    Schöne Grüße usm Ländle
    Andi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.