Written by 18:04 Arnoweg, Österreich, Salzburg, Weitwandern • 2 Comments

Arnoweg – Großes Wiesbachhorn, 3564 m

Tag 01: Rudolfshütte am Weißsee (2311 m) – Heinrich-Schwaiger-Hütte (2802 m), 1400 hm, 7 Std.

Tag 02: HSH – Großes Wiesbachhorn (3564 m) – Mooserboden (2040 m). 750 hm, 6 Std.

Wer wie ich am Arno- oder Tauernhöhen- oder Zentralalpenweg (und was weißgott noch alles durch die Glocknergruppe verläuft) unterwegs ist, übernachtet sehr wahrscheinlich auch einmal in der hotelgleichen Rudolfshütte am Weißsee. Letzterer ist ersterer der heutigen Stauseeexkursion, die mich frühmorgens über die seil- und stiftversicherte “Steinerne Stiege” hinunter zum Zufluss des Tauernmoos-Stausees bringt…

… der trotz Riesenbaustelle ein einigermaßen hübsches Antlitz bewahrt.

Durch das Übelkar – welch ungerechter Name für diese einzigartige Hochgebirgs-Szenerie! – schnaufe ich hinauf zum…

… Kapruner Törl. Wie schon bisher bin ich in Hochtälern unterwegs, die dereinst bei meiner Niederkunft noch gestrichen voll mit Eis waren.

Das hier dürfte einer der jüngsten Wasserfälle unseres Landes sein, da hier zu “Grossvater, es hat geschneit”-Zeiten noch das Karlingerkees drüberstand.

Stausee Nummer III im und am Mooserboden

Mein Tagwerk führt am Ostufer entlang zur Staumauer und sogleich knackig hinauf zur…

…. Heinrich-Schwaiger-Hütte auf 2800 m…

… mit dementsprechend genialem Terrassenpanorama.

Der nächste Morgen beginnt wie der letzte: Kaum dass das Kaffeehäferl geleert ist, habe ich in Rufweite der Hütte bereits ein Stahlseil zwischen den Fingern.

Vor mir ein gutgelaunter Trupp aus dem Sauerland – als dereinst “Zu-Fuß-Sauerland-Durchquerer” werde ich als einer der Ihren anerkannt, und wir schauen uns die Sache fürderhin gemeinsam an.

Den ersten Dreitausender entlang der Strecke lassen die Jungs einfach aus – ich hingegen musste dem 3022 m hohen Forchezkopf meine Aufwartung machen. Ich mein’ … wie oft hat man schon die Gelegenheit, im Vorbeigehen einen Dreitausender mitzunehmen! Hier mein Gipfelblick hinunter ins Sauerland:

Irgendwann verlangte dann das Eissteigen nach Steigeisen.

Wir schraubten uns gemütlich nach oben, mal den Tritten der Vorgänger folgend, mal improvisierend.

Der hartnäckige Nebel gab das Gipfelkreuz erst auf den letzten Metern frei…

… doch dann ein 360er Panorama in all seiner Pracht!

Wir freuten uns über die stimmungsvollen Sichtfenster…

… machten uns aber bald wieder vom Acker, der Wind wollte das so.

Retour über die steile Leit’n…

… und immer wieder unbezahlbare Aussichten…

… so wie hier die Ganzkörperaufnahme vom Hohen Tenn…

.. die Steigeisen hängen längst wieder zum Trocknen auf der mobilen Wäschhenk…

Zurück bei Caro auf der Schwaigerhütte. Bei Kaspress und Bier hieß es Abschied nehmen vom Sauerland. Für mich folgt der ziemlich coole Abstieg retour zum Mooserboden…

… und vorbei am “nimm mich mit” Eierschrank der Schwaigerhütte recht unvermittelt zurück in eine orientalisch geprägte Urlaubskultur, die ich am Folgetag noch näher studieren werde können.

Ich hingegen blieb den autochtonen Erzeugnissen treu. Mahlzeit!

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Last modified: 1. September 2022
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