Written by 21:57 10 Rupertiweg, Österreich, Kärnten, Weitwandern • One Comment

Rupertiweg, Etappe 01: Nassfeld – Hermagor

Blick vom Gartnerkofel auf den Startabschnitt

Der Rupertiweg ist einer der “großen” österreichischen Weitwanderwege. Das sind 10 Wege, jeder ca. 500 bis 1200 km lang, die durchgehend markiert sind und sich meist von einem Ende des Landes zum anderen ziehen. Dieses Herbstprojekt beginnt für mich an der Staatsgrenze zu Italien und wird hoffentlich irgendwann vor Jahresende an der Grenze zu Tschechien enden. Die “untere” Hälfte führt durch mittelalpines Gelände und oft von Hütte zu Hütte (und sollte vor Oktober abgeschlossen sein, denn da sperren die Hütten zu). Ab Salzburg Stadt geht’s dann auf durch das ganzjährig begehbare Hügelland (Hausruck, Innviertel, etc.).

Die Strecke im Überblick (c) kompass.de :

Der Start erfolgt – Ehrensache – punktgenau an der Grenze …

Der erste Kilometer Richtung Tschechien ist zum Eingewöhnen und verläuft gemütlich am GH Plattner und der Watschiger Alm vorbei ….

… und zieht vor dem bildhübschen Gartnerkofel links …

… zum Kühweger Törl hinauf – mit 1914 m der höchste Punkt dieser heutigen Nachmittagstour.

Durch wunderschönes Waldalmengelände geht es hinunter zur versteckten Kühweger Alm, wo ich mir ein Käsebrot genehmige …

… bevor es steil hinunter zum Garnitzenbach geht …

… wo ein sehr kurzweiliger, abwechslungsreicher Klammweg Richtung Hermagor hinausführt. Der Rupertiweg ist etwas weiter oben entlang der Kühweger Almstraße markiert – wenn es das Wetter erlaubt, ist jedoch die Garnitzenklamm das Gebot der Stunde.

Für den hervorragend in Schuss gehaltenen Klammweg zeichnet sich der Alpenverein Hermagor verantwortlich. Da die Weganlage im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verschiedensten Unwettern zum Opfer fiel, “wanderte” der Steigverlauf jedes Mal ein Stück weiter nach oben …

… und verläuft inzwischen aussichtsreich hoch oberhalb des Wassers …

… entlang von perfekt gesicherten Seilstrecken …

… und insgesamt 9 aussichtsreichen Brücken.

Ein geologischer Lehrpfad zieht sich ebenfalls durch die Klamm und weist auf verschiedenste Besonderheiten hin – wie dieses, wohl aus Italien importierten “Fremd”-Gestein (= Findling), der in der Würm-Kaltzeit von einem Gletscher auf diese Seite der Karnischen Alpen geschwemmt wurde.

So ist es auch kein Wunder, dass man unterwegs aus dem Fotografieren nicht rauskommt und die Zeit verfliegt.

Irgendwann ist dann aber doch der untere Eingang erreicht. Wir Alpenvereinsmitglieder werden um einen Erhaltungsbeitrag von 3,50 Euro gebeten – also ein lauer Euro pro Stunde in diesem großartig aufbereiteten Naturspektakel.

Der Rupertiweg verläuft von Hermagor weiter zum Weißensee und über das Goldeck nach Spittal. Aus wettertaktischen Gründen entscheide ich mich jedoch, die Hochdruckwetterlage zu nutzen und die Schlüsseletappen in der Reißeckgruppe vorzuziehen und das Goldeck im Anschluss anzuschleichen. Solche kleinräumigen Tauschgeschäfte gehen ja mithilfe des Klimatickets ganz unkompliziert.

Doch dazu ein andermal … hier zum Abschluss ein Rückblick auf die Startetappe:

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Schlagwörter: Last modified: 18. September 2023
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