Written by 17:41 10 Rupertiweg, Österreich, Kärnten, Weitwandern

Rupertiweg, Etappe 02, 03 & 04: Hermagor – Latschur – Goldeck – Spittal

Von Hermagors Bahnhof bahnt man sich zuerst mal seinen Weg durchs Zentrum und entlang der nicht vorhandenen Markierung hinaus zum Gösseringgraben, der einen ins wunderschön-herbstliche Gitschtal leitet.

Weiter den vereinzelten Brotkrumen des Tourismusverbandes Gitschtal folgend erreicht man nebst einigen “möglichen” auch die vorgesehene Abzweigung zur Naggleralm in St. Lorenzen. Aufgrund der Unwetter vergangener Jahre musste der Weg zur Naggler Alm mehrmals angepasst werden, doch jetzt gibt es wieder eine durchgängige Strecke, die auch mit dem Rad in Angriff genommen werden darf.

Da ich erst mittags gestartet bin, erreiche ich die Naggler Alm nach Dienstschluss, doch die Crew hat ein Herz …

… und ich mach’ Pause genau an dem Platz …

… wo ich dereinst im Jahre 2011 bei der Zelttour am Gailtaler Höhenweg aus Wettergründen (am Ruhetag) Unterschlupf gesucht habe:

Weiter geht’s im Spätnachmittagslicht hinunter zum Weissensee …

… und durch den OFFENSICHTLICH unter Naturdenkmalschutz stehenden Buchenwald 🙂

Ich genieße den Sonnenuntergang auf der Techendorfer Brücke und falle nach einem feinen Abendessen in einen Vorausschlaf – denn der nächste Tag wird gewiss lang.

Der nächste Morgen beginnt mit dem Hinaufschlendern zur Alm hinterm Brunn – ein aussichtsreicher Schotterweg, der ebenfalls für Radfahrer freigegeben ist, führt in drei (Beschilderung) oder vier (meine Messung) Kilometern direkt zur Hütte.

Von dort schnaufte ich weiter hinauf zum ersten kleinen Zwischengipfel mit dem schönen Namen “Zihagas” und ebenso ungewöhnlichen Kreuz.

Weiter geht’s über die Waldgrenze hinaus auf eine Hochfläche namens “Stosia” …

… die mir von einer Zeltnacht 2013 bestens bekannt ist, zumal das wohl immer eines meiner Lieblingsfotos ist und bleiben wird.

Was wohl dem Baum widerfahren ist?

Mit Blickrichtung Gipfel sehe ich einer ungewissen Zukunft entgegen …

Doch bereits am Vorgipfel, dem Almspitz, zeigt sich ein erster blauer Fleck – und wir alle sind sehr aufgeregt!

Mein heuriges Gipfelglück lässt ich auch diesmal nicht im Stich – das Drautal liegt mir in all seiner Pracht zu Füßen.

Im Osten zeigt sich die Fortsetzung meines Weges Richtung Eckwand (der zweite Gupf von links) – der Steig führt durch vermeintlich steile Nordschrofen (rechte Bildhälfte) …

… die sich wie so oft bei näherem Hinsehen als völlig harmlos entpuppen.

Ein letzter Rückblick zum Namensgeber der Latschurgruppe …

… und in der anderen Richtung der bekannt-beeindruckende Blick von der Eckwand in die Nordwand des Staff.

Es geht nun erstmals bergab – und ich erreiche nach ziemlich genau 7 trockenen Stunden eine erste Quelle …

… beschließe jedoch, dem aufgestauten Durst bei der nahen Gusenalm mit Käsebegleitung Herr zu werden.

Eine Stunde trennt mich nun noch von meinem Nachtquartier, der sehr schön eingerichteten und sympathisch geführten Wieserhütte beim Parkplatz Seetal am Goldeck.
Am Bild mein Balkonblick zurück Richtung Staff.

Tag drei – die Aufgabe ist klar: Rauf auf den Goldeck-Gipfel (danke an die beiden “Models”!) …

… obischauen (danke an die nächsten beiden Models!) …

… und obigehen.

(es wird immer schwieriger, gute Models zu kriegen!)

Der Weg ins Tal “zaht” sich, ist aber größtenteils sehr schön, von der Aussicht auf die Millstätter Alm samt angrenzenden Gebirgszügen ganz zu schweigen.

Irgendwann ist dann klar, dass Spittal nicht mehr weit weg sein kann … und ich kann diesen Teilabschnitt des Rupertiweges erfolgreich abschließen.

Zur Tour nur eine Anmerkung: Umgekehrt ist es ein bisserl weniger anstrengend, weil die Aufteilung der Nächtigungen gemütlicher ist (am “langen” Tag geht’s viel weniger bergauf). Beide Endpunkte sind natürlich öffentlich super erreichbar – klassische “Öffi-Wochenendtour” also.

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Last modified: 18. September 2023
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