Am Gailtaler Höhenweg

Wörthersee – Höhenrundwanderweg (2 Tage)

21. November 2011 Kommentare (2) 09 Salzsteigweg, Österreich, Steiermark, Tourtagebuch, Weitwandern

Am Salzsteigweg (Tauplitz-Hinterstoder und retour)

Aufgrund der anhaltenden Schönwetterperiode ging sich im Spätherbst eine Zweitagestour am steirisch-oberösterreichischen Salzsteigweg aus.

Tag 1 (26 km, 1.000 HM): Tauplitz Ort (896 m) – Gnanitzalm – Grimmingboden – Türkenkarscharte (1741 m) – Baumschlagerreith (724 m).
Tag 2 (25 km, 1.550 HM): Baumschlagerreith – Salzsteigjoch (1733 m) – Leistalm mit Abstecher auf den Rosskogel (1890 m) – Tauplitzalm – Tauplitz Ort

Eine – außerhalb des Almsommers – einsame Tour. Keine Einkehrmöglichkeit. Nächtigungsmöglichkeit in der Reith nur nach vorheriger Anmeldung.

Tag 1: Nach ca. 4,5 Stunden durchs Gnanitztal und über den Grimmingboden kommt man zum gemütlicheren der beiden Übergänge ins Stodertal, der Türkenkarscharte. Kurz vorher, auf der Graßbeckalm, gibt’s für ehrliche Wanderer Getränke zur Selbstentnahme.

Der Salzsteigweg zeichnet sich auf dieser Spange durch karrengerechte Wege aus. Kein Wunder, das war auch die „legale“ Strecke – die andere Variante über das Salzsteigjoch, also der ehemalige Schmugglerpfad, ist a weng holpriger.

Blick von der Bärenalm in Richtung Totes Gebirge:

Weiter über komfortable Wege in Richtung Stodertal – kurz später erreichen wir, wenige Minuten vom Steyr-Ursprung entfernt, den einzigen Gasthof südlich von Hinterstoder, wo wir auch nächtigen.

Am nächsten Morgen geht es in 2,5 Stunden über rund 1.000 Höhenmeter recht zackig zurück in die Steiermark. Der Aufstieg durchs Salzsteigjoch ist über mehrere Passagen seilgesichert, jedoch bei trockenem Untergrund unschwierig zu begehen.

Kurz unterm Sattel folgt ein Aufstieg durch Geröll, das seinem Namen alle Ehre macht – und für unfreiwillige Dehnungsübungen der Bänder sorgt. Doch alles das ist bald vergessen, wo man doch schon kurz später auf breiten Almflächen Richtung Leistalm unterwegs ist. Dieser Stab markiert eine der wenigen gefassten Quellen am Weg, und ist, wenn ich mich recht erinnere, nach 3 h die erste brauchbare Wasserstelle.

Vom Rosskogel ein traumhafter Ausblick Richtung Traweng, Sturzhahn und zu den beiden Tragls:

Die Leistalm in spätherbstlicher Ruhelage:

Ein Weilchen später, irgendwo zwischen Schwarzen- und Steirersee, der allgegenwärtige Blick hinauf zum Sturzhahn:

Von der Tauplitzalm gibt’s zahlreiche Varianten hinunter ins Tal. Wir haben uns für die Lahnergrube entschieden, und am Narzissenweg, kurz vor Tauplitz Ort sogar noch ein bisschen was vom Grimming gesehen.

Zu guter Letzt, für Geocacher gibt’s unterwegs auch einiges zu holen:

Die Gnanitzalm
Der Steyrursprung
Das Salzsteigjoch
Der Rosskogel
Das Wernerbankl am Steirersee
Linzerhaus

 

 

2 Responses to Am Salzsteigweg (Tauplitz-Hinterstoder und retour)

  1. Ute Aigner sagt:

    Toller Tourenbericht!
    Den Weg über das Salzsteigjoch auf die Tauplitzalm habe ich schon lange geplant, wollte mich aber ursprünglich von dort abholen lassen. Durch euren Bericht weiß ich jetzt, dass es auch eine lohnende Rücktour gibt, also werde ich es auch auf 2 Tage anlegen und über Grimmingboden und Türkenkarscharte zurückwandern nach Hinterstoder.
    Wie ist die Beschilderung? Eindeutig, ausreichend oder gibt’s Schwachstellen, wo man aufpassen muss. (habe mitbekommen, dass sich vor kurzem Wanderer verstiegen haben und mit dem Heli ausgeflogen werden mussten)
    Wünsche auf alle Fälle eine schöne und vor allem unfallfreie Wanderssaison.

  2. Hans sagt:

    Danke für die netten Worte! Die Tour war wirklich etwas ganz besonderes, und hat einen fixen Platz in unsrer ewigen Bestenliste. Mit Ausnahme des kurzen Geröllfeldes, wo man sich halt irgendwie (ungefährlich, aber mühsam) raufrobben muss, gibt’s nur Bestnoten. Eine Wiederholung ist in den nächsten Wochen geplant, allerdings wird’s diesmal Richtung Hochmölblinghütte gehen, also recht genau dem 09er Weg nach.

    Die Markierung blieb als „ausreichend“ im allerbesten Wortsinne in Erinnerung – Orientierungsschwierigkeiten gab es unterwegs keine. Grete kennt die Gegend wie ihre Westentasche, also lass hören, wennst noch irgendwas brauchst!

    Cheers!

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