Fünf – Pet – Cinque – Cinq

Drei – Tri – Tre – Trois

1. Oktober 2016 Kommentare (3) #sunnysideUP, Fernwandern, Frankreich, Tourtagebuch

Vier – štiri – quattro – quatre

Der Weg nach Belvedere, einem kleinen Dorf oberhalb des Vallée de la Vésubie, führt durch geschlossenen, kastanienreichen Laubwald. 

St-Martin verlasse ich durch die Milchstraße.

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Unterwegs mehren sich die Anzeichen des nahenden Ballungsgebietes an der Küste. Die heutige Tour führt beispielsweise durch die Wasserspeicher der Provinz – Wasser sieht man allerdings den ganzen Tag keines, der Grund dafür ist offensichtlich:

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Der Küstenstrich zwischen Menton und Nizza bezieht seinen Strombedarf aus der Region. Der unverzagte Tourismusverband bemüht sich zu retten, was zu retten ist – und findet für die (deshalb in Beton und Stahl umgeleiteteten) Gebirgsbäche folgende Worte:

„Angesichts des Zornes der Gewässer in den Tälern erbauten unsere Vorfahren die Dörfer auf Kämmen. Im Laufe der Zeit und dank der technologischen Fortschritte wurde das Wasser als Quelle des Lebens und der Energie erkannt, und die Anlagen der Wasserwirtschaft erlebten eine Blütezeit. Diese Etappe ist das beste Beispiel für diese Entwicklung.“

Et voilà – schon ist’s ein Traumpfad!

Der Weg ist spärlich markiert, wohl um nicht von der Quelle des Lebens abzulenken. Dennoch ist er nicht  zu verfehlen, wenn man intuitiv vorgeht.

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Aufpassen sollte man trotzdem immer -note to self: Die Warnung „Achtung Treibjagd – Sie werden unter Umständen erschossen“ in allen gängigen Sprachen auswendig lernen – und nicht Fotos machen und daheim nachschauen, was denn das geheißen hat:

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Belvedere ist der kleine Ort in der nächsten Bildmitte ganz hinten. Der Weg ist länger als angegeben (oder ich bin heute um 16,7 % langsamer als sonst).

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Die unzähligen Parasole können nicht an meiner unterdurchschnittlichen Performance schuld sein, denn die lasse ich stehen. Hätte ich allerdings gewusst, dass ich ausgerechnet heute mein erstes und einziges Appartement auf der ganzen Tour überlassen bekomme…!

Allein auf diesem Hüftschuss stehen drei Prachtexemplare:

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Da, wo jetzt dichter Wald steht, dürften sich früher Ackerflächen befunden haben – anders kann ich mir die Terrassen und Stützmauern entlang des Weges nicht erklären.

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Mitte Nachmittag erreiche ich den Ort. Mein Appartement befindet sich direkt am Hauptplatz. Wo der Schlüssel ist, haben wir uns gestern telefonisch ausgeredet.

Beim Schlendern durch den Ort entdeckte ich dieses Plakat – ausgerechnet heute wird hier in einem Festzelt am Ortsrand der Almabtrieb gefeiert!

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Retour des bergers – das ist die „Rückkehr der Hirten“. Das wäre ja ein passender Schlusspunkt! Mal schauen, ob ich so lange durchderhalt’…

3 Responses to Vier – štiri – quattro – quatre

  1. Nachdem der Post bei mir kurz nach 23.00 Uhr angekommen ist, nehm ich an, dass du durchgehalten hast. Ich werde dein Ankommen jetzt in Innsbruck mitverfolgen. Bin schon neugierig, ob und wann du den GC loggst.
    lg Volker

  2. Georg Forisch sagt:

    Gott sei Dank nicht zufällig erschossen

  3. Herr vom Moos sagt:

    Gibts kein Umspannwerk, welches du fotografieren und posten könntest? Kraftwerke und Umspannwerke sind schließlich die Stütze unserer Gesellschaft!

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